Der Obstanbau spielt in dieser Gegend schon lange eine zentrale Rolle
und hat auch auf die Namensgebung unseres Hauses Einfluss gehabt. Zahlreiche
alteingesessene Obstbauern – hier liebevoll Obstmucker genannt –
haben die mageren Böden mit Fleiß und dem Wasser aus der Havel
zur Blüte gebracht. Davon zeugt noch heute das Obstbaumuseum auf
der Werderschen Insel. Im Frühjahr verwandelt sich die gesamte Gegend
in ein Blütenmeer und seit 1879 wird alljährlich das Baumblütenfest
gefeiert, bei dem Gärten und Wiesen zum Verkosten des oft selbst
hergestellten Obstweines einladen.
Die besten Lagen werden sogar zum Weinanbau genutzt. Der Werderaner
Wachtelberg gehört mit zu Europas nördlichsten Anbaugebieten
für Qualitätswein.
Im Frühjahr dürfen Spargel- und Erdbeerernte nicht versäumt
werden und im Jahresverlauf gibt es dann Kirschen und Beeren in Hülle
und Fülle, gekrönt vom Kirsch- und Ziegelfest in Glindow, wo
früher zahlreiche Ziegeleien die Tonvorkommen verarbeiteten.
Obstkulturen sind schon von den Griechen und Sumerern bekannt: der
systematische und ertragreiche Anbau von Obst und Gemüse ist inzwischen
eine richtige Wissenschaft (Pomologie). In dieser Region kommt man einfach
nicht drumherum - die ausgedehnten Plantagen sind vor allem zur Blütezeit
im April und Mai ein wahrer Traum. Man kann fast überall mitten hindurch,
der Panoramaweg lädt ebenso ein wie viele schöne Rad- und Wanderwege.
Das Havelland zwischen Potsdam und Brandenburg ist eine ideale Radler-Landschaft:
schön flach und dadurch nicht allzu anstrengend. Tagestouren von
60-80 km schafft man auch als nicht so trainierter Radler ganz gut. Auch
Wandern lässt es sich hier dementsprechend bequem.
obstkultour lädt ein zur Erkundung des
Obstbaugebietes rund um Werder. Fragt uns.
Wir stehen Euch mit Rat und Tat und vielen guten Tipps zur Seite!